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Anthroposophie

Anthroposophische Heilkunde - Krankheit als Chance

Rudolph Steiner begründete die Geisteswissenschaft, die als Anthroposophie bezeichnet wird, was man aus dem Griechischen wörtlich mit "Weisheit vom Menschen" übersetzen kann. Es handelt sich um einen spirituell orientierten Erkenntnisweg, der das Individuum zur Entwicklung und zur Umgestaltung von Lebens- und Kulturverhältnissen anregen soll.

Rudolph Steiner machte sich zunächst als Erforscher von Goethes Werk, als Philosoph, Schriftsteller und Literaturkritiker einen Namen. Später gelangte er als Künstler, Sozialreformer, Schulgründer und Begründer der Anthroposophie zu weltweiter Bekanntheit. Zeitlebens arbeitete er an einer neuen Weltanschauung, um im Zeitalter des Materialismus den Zusammenhang von Mensch und Kosmos wieder in den Mittelpunkt des Bewusstseins zu rücken.

Bis heute ist die anthroposophische Geisteswissenschaft in weiten Teilen des kulturellen Lebens verankert. Freie Kulturinitiativen, die in der Anthroposophischen Gesellschaft einen Zusammenhang finden, setzen das Werk Steiners fort, denn Rudolph Steiner selbst war der Auffassung, dass die Anthroposophie durch sein Lebenswerk nicht abgeschlossen sein würde. Schon während der Entstehung seines umfassenden Werkes zwischen 1883 und 1925 unterlag es einer stetigen Weiterentwicklung und Entfaltung. Im ersten Weltkrieg kam Steiner mit medizinischen Fragen in Kontakt und entwickelte in Zusammenarbeit mit der holländischen Ärztin Ita Wegman (1876 - 1943) die anthroposophische Heilkunde, die Krankheiten als Äußerungen von Seele und Geist auffasst.

In Deutschland arbeiten neun staatlich anerkannte Kliniken und vier Kurkliniken nach anthroposophischen Gesichtspunkten, dazu kommen rund 6.000 niedergelassene Ärzte, die nach der anthroposophischen Heillehre praktizieren. Nach der anthroposophischen Auffassung werden Krankheiten als Chancen für Körper, Seele und Geist betrachtet; in der Überwindung der Krankheit gelangt der Mensch zu neuen Fähigkeiten und Kräften. Zur Diagnose werden in der Regel Methoden der konventionellen Medizin heran gezogen, zusätzlich kommen so genannte bildschaffende Methoden zu Einsatz, die nach wissenschaftlichen Ansätzen nicht nachzuvollziehen sind. Behandlungen zielen darauf ab, das Gleichgewicht des Körpers wieder herzustellen. Zu den angewandten Therapieverfahren gehört eine Reihe kreativer Techniken: Musiktherapie, Maltherapie, rhythmische Massage, rhythmische Bewegungsbäder und Gesprächstherapie. Sie dienen dazu, die Patientenseele zu aktivieren und den Gesundungsprozess des Geistes zu fördern.



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